Die werterhaltende Fahrzeugpflege im Winter

Die kalte Jahreszeit ist nicht nur für Autofahrer unbequem – auch das Fahrzeug hat unter niedrigen Temperaturen, Eis und Frostschutz-Chemie zu leiden. Der nachfolgende Beitrag zeigt auf, welche Gefahren Ihnen und Ihrem Auto im Winter begegnen können und welche Schutzmaßnahmen sich anbieten.

Eisige Temperaturen – Kühlkreislauf und Scheibenwaschanlage

Das A und O der Werterhaltung im Winter besteht darin, Schäden oder überhöhtem Verschleiß vorzubeugen. Eine große Rolle können dabei sowohl der Kühlkreislauf und die Scheibenwaschanlage spielen, weil beide Systeme grundlegend auf Wasser beruhen und damit anfällig für Minusgrade sind.

Der gesamte Kühlkreislauf des Autos bedient sich des Kühlwassers – die Flüssigkeit zirkuliert in einem kleinen und einem großen System und gibt die im Motor aufgenommene Wärme an den Kühler ab, um die Betriebstemperatur der Maschine regulieren zu können. Im Kühlwasser beziehungsweise der Kühlflüssigkeit befinden sich Frostschutzmittel. Diese können im Laufe der Zeit jedoch an Wirkung verlieren – vor allem dann, wenn ein Teil der Flüssigkeit mit gewöhnlichem Wasser aufgefüllt wurde. In Folge kann es bei tiefen Minusgraden zu einer Unterbrechung des Kühlkreislaufs kommen. Überhitzt der Motor, können beispielsweise die Ventildeckeldichtung oder die Zylinderkopfdichtung Schäden nehmen. Die Kälteresistenz der Kühlflüssigkeit spielt für die Werterhaltung im Winter deshalb eine wichtige Rolle.

Scheibenwaschanlage für Sicherheit und zur Vorbeugung von Schäden

Ein ebenso wichtiger Aspekt für die Autopflege in der kalten Jahreszeit ist das Warten der Scheibenwaschanlage. Diese besteht aus Pumpen, Düsen, dem Behälter des Waschwassers sowie diversen Schläuchen. Friert die Flüssigkeit und dehnt sich das Wasser durch den Wechsel des Aggregatzustandes aus, kann es zu schweren Schäden an der Scheibenwaschanlage kommen. So kann beispielsweise der Tank mit dem Reinigungsmittel bersten. Oder die Schläuche platzen. Derartige Schäden können hohe Kosten verursachen. Außerdem kann die Windschutzscheibe bei schlechten Sichtbedingungen nicht ausreichend gereinigt werden, wenn die Scheibenwaschanlage eingefroren ist.

Streusalze und Chemikalien regelmäßig entfernen

Damit die Straßen eisfrei bleiben, kommen zumeist Streusalze zum Einsatz. Diese gewährleisten zwar Bodenhaftung auf der Straße, können jedoch für längerfristige Schäden am Auto sorgen. Zwar schützt der Autolack die Karosserie weitestgehend vor derartigen Einflüssen. Allerdings kann jede noch so kleine Beschädigung für das Eindringen des Salzwassers sorgen und die Grundlage für die Rostbildung darstellen. Deshalb sollte das Fahrzeug auch im Winter regelmäßig in der Waschanlage gesäubert werden. Ideal sind Reinigungsprogramme, bei denen auch der Unterboden berücksichtigt wird.

Gummipflege gegen defekte Dichtungen

Oben genannte Streusalze sowie chemische Frostschutzmittel können die Gummidichtungen des Fahrzeugs angreifen. Auch frostige Temperaturen in Verbindung mit Nässe sind bekannt dafür, Türen zu vereisen und die Gummis stark zu belasten. Deshalb empfiehlt sich zur Werterhaltung im Winter die Investition in Pflegeprodukte. Welche das sind, sollte von den eigenen Anforderungen abhängig gemacht werden. Fakt ist: Wer die Türgummis geschmeidig hält und vor den harten Einflüssen des Winters schützt, wird bei einem späteren Autoverkauf weniger Probleme haben. Außerdem kosten Dichtungen – abhängig von Art der Dichtung und Hersteller – viel Geld.

Scheiben schonend von Eis und Schnee befreien

Vor allem, wenn die Sonne ungünstig steht, offenbaren sich auf der Windschutzscheibe die Narben vergangener Winter. Oberflächliche bis tiefe Kratzer können die Sicht behindern und sehen äußerst unschön aus – zum Glück sind sie vermeidbar. Wer bei der Befreiung der Windschutz- und Seitenscheiben von Eis und Schnee auf die richtigen Hilfsmittel setzt, kann schonend für freie Sicht sorgen, ohne die Scheiben dabei zu zerkratzen. Zum einen mithilfe von hochwertigen Eiskratzern – zum anderen, indem Vorbereitung und Technik stimmen. Wer überhaupt keine Lust auf derartige Aufgaben hat, kann zu Halbgaragen, Frostschutzfolien oder gar einer praktischen Standheizung greifen – und den Wert des eigenen Autos erhalten oder erhöhen.

Übrigens: Für Portemonnaie, Auto und Umwelt sind immer noch die Eisschutzfolien die beste Wahl. Weder werden die Scheiben zerkratzt, noch finden Chemikalien Anwendung. Bei der Wahl der passenden Folie sollte jedoch nicht das erstbeste Modell gewählt werden – gerade Modelle mit Klemmbefestigung in den Türen öffnen Tür und Tor für Nässe in der Fahrgastzelle.

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