Zahnriemenwechsel – Beispiel für Folgekosten

Im Zuge der professionellen Fahrzeugbewertung müssen selbstverständlich nicht nur bestehende Vor- und Nachteile berücksichtigt werden. Auch kommende Investitionen, wie etwa ein Zahnriemenwechsel, spielen eine große Rolle. Oder müssten es zumindest. Denn nicht immer sind planmäßige Wartungsarbeiten günstig und schnell erledigt. Am Beispiel des Zahnriemenwechsels möchten wir Ihnen aufzeigen, wie der Schuss des günstigen Autokaufs nach hinten losgehen kann. Übrigens: Wir beziehen uns in diesem Beitrag auf den Zahnriemen, da der Wechsel eines solchen mit einem großen Aufwand und damit entsprechend hohen Kosten verbunden ist. Außerdem sind zeitige Wechsel des Zahnriemens ungeheuer wichtig, da er bei Materialversagen einen Totalschaden hervorrufen kann.

Reparaturkosten im Verhältnis zum Fahrzeugwert

Um finanzielle Belastungen durch einen nahenden Zahnriemenwechsel oder etwas Ähnliches ausschließen zu können, müssen folgende Sachverhalte überprüft werden:

  1. Hat das Fahrzeug überhaupt einen Zahnriemen? Viele Modelle setzen auf eine wartungsfreie oder wartungsarme Steuerkette.
  2. Wie ist die Laufleistung des Autos?
  3. Wie sind die Wechselintervalle des Zahnriemens?
  4. Wann wurde das Bauteil zuletzt gewechselt?

Sind diese Faktoren überprüft worden, kann der Gebrauchtwagenpreis schon deutlich besser eingeordnet werden. Aus einem vermeintlichen Schnäppchen kann auf diese Art und Weise ein moderates oder gar überteuertes Auto werden. Und zwar dann, wenn für den Zahnriemenwechsel von offizieller Seite beispielsweise 800,00 Euro aufgerufen wurden und der Gebrauchte nur 4.000 Euro kosten soll. In diesem Falle steigt der Preis – so betrachtet – um 1/5 durch Folgekosten.

Informationen zum Zahnriemenwechsel

Für gewöhnlich werden Details zum Zahnriemenwechsel immer im Service-Heft hinterlegt. Dieses sollte also sehr genau untersucht werden, um etwaige Folgekosten abschätzen zu können. Auch sollte darauf geachtet werden, ob das Fahrzeug mit dem aktuellen Riemen überhaupt noch bewegt werden darf. Ist dieser nämlich zu alt oder zu lange in Benutzung, kann er reißen und ein Feuerwerk der unangenehmen Art im Motor verursachen. Wer bei der Begutachtung des Service-Heftes misstrauisch wird, kann auch in den für die Einträge verantwortlichen Werkstätten anrufen und sich den ordnungsgemäßen und fachmännischen Wechsel bestätigen lassen. Übrigens: Neben dem Zahnriemenwechsel gibt es noch andere kostspielige Reparaturen, die einem den Autokauf vermiesen können. Dazu zählen sich große Inspektionen, Wechsel der Bremsen sowie der Austausch anderweitiger Komponenten des Motors – zum Beispiel Einspritzventile, Wellen oder Spanner.

Kurz & knapp zusammengefasst

Große Reparaturen und Wartungsarbeiten an Fahrzeugen können einen sehr großen Einfluss auf den Fahrzeugwert haben. Besonders dann, wenn ein extra günstiges Auto erworben wurde. Wir empfehlen daher stets, möglicherweise auftretende Folgekosten genau zu prüfen und in die Kalkulation für das Auto mit einfließen zu lassen.