Die Top 5 der Verschleißteile am Auto

Der Gebrauchtwagenkauf soll in erster Linie dazu führen, ein gutes Auto zum kleinen Preis zu erhalten. Blöd nur, wenn besagtes Auto nach kurzer Zeit damit beginnt, systematisch auseinanderzufallen und horrende Kosten erzeugt. Wir haben eine Auswahl der häufigsten Verschleißerscheinungen zusammengestellt und geben gleich Tipps mit auf den Weg, wie Sie einen Defekt an diesen erkennen können. [zeile][spalte breite=“12″]

Platz 5: Der bzw. die Keilriemen

Keilriemen  Der Motor ist nicht das Einzige, was ein Auto zum Fahren braucht. An ihm hängen neben der Kupplung und dem Getriebe diverse Bestandteile, die für die Funktion des Autos und den Komfort der Fahrzeuginsassen zuständig sind. Die Kurbelwelle der Maschine verfügt auf der dem Getriebe entgegengesetzten Seite deshalb über einen Ausgang, an dem Räder befestigt sind, auf denen wiederum der oder die Keilriemen ruhen. Diese sind dafür verantwortlich, diverse Pumpen (z.B. Servopumpe) anzutreiben. Außerdem kommt der Generator (ehemals Lichtmaschine) so an seine Umdrehungen, um die Batterie zu laden und den Motor am Leben zu halten. Last but not least bedarf auch der Klimakompressor der Klimaanlage eines mechanischen Einflusses, um zu funktionieren. Der Antrieb dieser Module funktioniert in der Regel mithilfe der Keilriemen. Das sind Riemen mit einer besonderen Struktur, die stramm auf Rädern gespannt sind. Im Laufe der Zeit kann sich das Profil der Riemen jedoch abnutzen. Außerdem werden sie länger. Zwar gibt es in der Regel einen Riemenspanner – der kann das jedoch auch nur begrenzt kompensieren.

Wie merke ich, ob ein Verschleiß am Keilriemen vorliegt?

Hier bietet sich zuerst die Sichtprüfung an: Die Keilriemen sind meistens gut sichtbar. Streifen an ihren Oberflächen lassen Rückschlüsse auf deren Alter zu. Wer den Riemen erreicht, kann prüfen, ob er relativ fest sitzt. Ist das nicht der Fall, ist er wahrscheinlich schon zu alt und muss ausgewechselt werden. Oder es liegt ein Problem mit dem Spanner vor. Natürlich muss der Motor abgestellt werden. Beachten Sie, dass der Motorraum sehr heiß werden kann. Eine weitere Möglichkeit ist das Probefahren. Rutschende Keilriemen erzeugen während der Fahrt ein leichtes Fiepen. Bei einem fortgeschrittenen Verschleiß kann dieses zu einem markanten Kreischen werden. Sie haben dieses Geräusch ganz sicher schon einmal gehört.Übrigens: Die Reparatur bzw. der Austausch der Keilriemen stellt kein großes Problem dar und ist in der Regel nicht teuer. Reißen die Riemen jedoch, kann das zu ernsthaften Problemen führen.

Platz 4: Die Batterie

AutobatterieDie Autobatterie kann ebenfalls schnell zum Übeltäter werden. Sie verschleißt in der Regel ganz normal mit der Zeit, allerdings können besonders niedrige oder hohe Temperaturen ihr Ableben beschleunigen. Ob eine Batterie defekt ist, lässt sich nur mithilfe von entsprechenden Messgeräten herausfinden. Der gemeine Autofahrer erkennt es höchstens dadurch, dass das Auto nicht startet. Es muss jedoch nicht immer ein Austausch notwendig sein. Manchmal haben sich die Batterien einfach „leergestanden“ und brauchen ein paar Kilometer, um wieder aufgeladen zu werden. Das passiert zum Beispiel bei Kälte im Winter. Oder wenn jemand vergessen hat, das Licht auszumachen.Vorsicht ist geboten: Batterien können gasen. Wer die Batterie via Überbrückung aufladen möchte, um den Motor zu starten, sollte peinlich genau auf die Pole achten. Außerdem ist Feuer im Umgang mit der Batterie tabu.

Platz 3: Die Zylinderkopfdichtung

[/spalte][spalte breite=“4″] Zylinderkopfdichtung [/spalte][spalte breite=“8″] Sie ist ein sehr leidiges Thema und kann zu einem teuren Spaß werden: Die Zylinderkopfdichtung. Dabei handelt es sich, wie der Name schon sagt, um eine Dichtung zwischen dem Zylinderkopf und dem Motorblock. Sie trennt den Kühlwasserkreislauf vom Verbrennungstrakt und ist deshalb passgenau auf die Oberflächen von Kopf und Rumpf zugeschnitten. Um die Zylinderkopfdichtung als Übeltäter zu enttarnen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen sollte der Kühlwasserstand überprüft werden. Sinkt dieser während der Fahrt, zieht der Motor Kühlwasser in den Verbrennungsraum. Das ist wiederum am weißen Dampf aus dem Auspuff zu erkennen. Außerdem können sich Rückstände am Öldeckel bilden. Im Öl sind oftmals auch Spuren zu erkennen. Es kann jedoch auch genau andersherum stattfinden. Tritt das Öl in den Kühlwasserkreislauf, sinkt zum einen selbstverständlich der Ölpegel. Zum anderen wird das Kühlwasser verschmutzt und es gelangen Abgase in den Kühlwasserbehälter. Diese lassen sich mithilfe einer CO²-Prüfung in einer Werkstatt identifizieren. Ist nicht teuer und gibt Aufschluss über den Zustand der ZKD.   [/spalte][/zeile] [zeile][spalte breite=“12″]

Platz 2: Die Bremsanlage

[/spalte][spalte breite=“4″] Multi link front car suspension, with brake. Photorealistic 3 D [/spalte][spalte breite=“8″] Auch eine sehr teure Angelegenheit. Zur Bremsanlage zählen sich generell das ABS Modul, der Geberzylinder, die Nehmerzylinder sowie die Bremsleitungen, die Bremssteine und die Bremsscheiben. Generell verschleißen jedoch nur die Bremsscheiben und -steine. Das lässt sich am besten durch eine Sichtprüfung feststellen. Haben die Scheiben bereits dicke Ränder, ist wohl nicht mehr viel Profil drauf. Gleiches gilt dann auch für die Steine. Außerdem sollte das Bremsverhalten geprüft werden. Auch bei Vollbremsungen. Das Auto muss auch beim Greifen des Antiblockiersystems stur geradeaus fahren. Ist die Bremskraft unzureichend, stellt das eine große Gefahr für die Sicherheit dar.

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Platz 1: Der Zahnriemen

[/spalte][spalte breite=“4″] v8 kompressor motor [/spalte][spalte breite=“8″] Das wohl größte Ärgernis bei modernen Ottomotoren. Der Zahnriemen ist die Verbindung zwischen Kurbel- und Nockenwelle. Er steuert die Einlass- und Auslassventile des Motors mithilfe der Nockenwelle und muss in gewissen Abständen gewechselt werden. Anders als beim Keilriemen kracht es hier gewaltig, wenn er reißt. Denn dann schließen die Ventile nicht mehr und kollidieren mit dem Kolben am oberen Totpunkt. Ein Zahnriemenriss kann zu einem wirtschaftlichen Totalschaden führen. Blöderweise sitzt er in der Regel sehr versteckt und geschützt. Das heißt, man kann seinen Zustand nicht einfach so bewerten. Stattdessen muss man sich auf das Scheckheft oder die Angaben des Verkäufers verlassen. Wer sich unsicher ist, sollte auf jeden Fall eine Werkstatt anfahren. Der Wechsel des Zahnriemens kann sehr teuer werden. [/spalte][/zeile]
[info]Diese Verschleißteile sind nur eine kleine Auswahl. Neben der Top 5 von Bewertomat.de sollten außerdem die Lichtanlage, die Radlager, das Fahrwerk, der Innenraum, der Ansaugtrakt und der Kühlwassertrakt überprüft werden. Außerdem kann es nicht schaden, das Auto einer generellen Sichtprüfung zu unterziehen. Ist mit dem Auto alles in Ordnung, können Sie den Preis mit Bewertungsmöglichkeiten ermitteln.[/info]