Basisfaktoren der Wertminderung von Pkws

Die Basisfaktoren für die Wertminderung von Gebrauchtwagen sind neben Marke und Modell natürlich die Laufleistung sowie das Baujahr beziehungsweise die Erstzulassung. Diese wirken sich signifikant auf den Fahrzeugwert aus – und das in unterschiedlichen Formen. Nachfolgend erfahren Sie, inwiefern Baujahr und Laufleistung auf den Wertverlust von Autos einwirken und welche Rückschlüsse sich aus Kilometerangaben sowie Bauzeiträumen ergeben können.

Das Alter des Fahrzeugs

Das Alter des Fahrzeugs wird üblicherweise mit den Begriffen Baujahr oder Erstzulassung angegeben. Wichtig zu wissen ist, dass beide Begriffe nicht das Gleiche bedeuten: Die Erstzulassung wird häufiger angegeben, da sie deutlich attraktiver sein kann. Im orangen Informationsbereich auf der rechten Seite wird der Unterschied zwischen beiden Angaben erklärt.

Tatsache ist, dass ein Auto mit steigendem Alter einen geringeren Wertverlust pro Jahr aufweist. Dieses Phänomen beruht auf der Tatsache, dass ein Auto in seinem Leben nahezu immer in den ersten drei Jahren den größten Wertverlust erleidet. Der Preisverfall pro Jahr sinkt danach immer weiter. Bei älteren Gebrauchten ist es nicht allzu relevant – und ein Jahr Unterschied macht dementsprechend wenig aus.

Das Alter des Fahrzeugs sollte also vor allem in den ersten Jahren als echter Wertkiller beachtet werden. In einigen Fällen kann es sich lohnen, mit dem Verkauf des Autos zu warten, weil der Verlust pro Jahr mit den Jahren geringer ausfällt – das Fahren des Autos in Bezug auf den Fahrzeugwert ist also günstiger.

Baujahr oder Erstzulassung?

Ein Neuwagen gilt auch dann als Neuwagen, wenn er bereits 12 Monate existiert und beispielsweise auf dem Hof eines Händlers blieb. Ist diese Zeit überschritten, gilt er als junger Gebrauchter. Das bedeutet: Zwischen Baujahr und Erstzulassung können gut und gerne 12 Monate liegen.

Wer auf der Suche nach einem Auto ist sollte also neben der Erstzulassung auch das Baujahr in Erfahrung bringen. Insbesondere in Zeiträumen von Modellpflegen oder gar neuen Baureihen kann das viel Frust sparen.

Die Laufleistung von Autos

Auch bei der Laufleistung gibt es Erkenntnisse, die weiterhelfen können. So gibt es diverse Grenzen, deren Überschreitung den Fahrzeugwert signifikant sinken lässt. Die erste Grenze ist bereits durchbrochen, wenn es mit dem frischen Neuwagen nach Hause geht. Weiterhin relevante Kilometerstände sind bei 10.000, 50.000 und 100.000 Kilometern.

Natürlich lässt sich das zum Vorteil für den Verkauf nutzen. Wer beispielsweise mit dem Verkauf seines Gebrauchtwagens spekuliert könnte mit der Fahrzeugbewertung vorab prüfen, wie viel das Auto zum jetzigen Zeitpunkt wert ist. Und wie viel die nächsten 1.000 bis 2.000 Kilometer ausmachen würden. Auf diese Weise lassen sich gut und gerne einige Hundert Euro gewinnen.

Warum ist das so?

Die Laufleistung wirkt sich zum einigen auf den psychologischen Aspekt aus. Für viele Menschen steht eine geringe Laufleistung für Frische und Neuwertigkeit. Und tatsächlich sagt der Kilometerstand einiges über den Zustand des Autos aus, wie zum Beispiel die Abnutzung der Bauteile und des gesamten Fahrzeuges. Allerdings gibt es auch hier wiederum weitere Einflüsse in Bezug auf die Wertminderung, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen.

Über die Laufleistung

Die Laufleistung lässt Rückschlüsse auf den Nutzungsgrad zu. Eine hohe Laufleistung signalisiert einen stärkeren Verschleiß. Es muss jedoch auch beachtet werden, wie die Kilometer gefahren wurden. Stadtkilometer wirken sich dramatischer aus als Autobahnkilometer. Außerdem macht es einen großen Unterschied, ob das Fahrzeug aus privater Hand stammt oder beispielsweise als Mietwagen verwendet wurde. Letzteres lässt auf viele Fahrer schließen, deren Verhalten mit dem Auto nicht unbedingt immer sachgemäß war.

Wertminderung kann nicht pauschal vorausgesagt werden

Wie viel Wert ein Fahrzeug letztlich durch entstandene Kilometer sowie im Laufe der Zeit verliert kann nicht einfach über eine Formel ermittelt werden. Dafür sind die Autos zu individuell und die Unterschiede zwischen den einzelnen Klassen und Motorvarianten zu groß. Der Markt zeigt, dass Dieselfahrzeuge oftmals weniger anfällig gegen Wertverfall durch hohe Kilometerleistungen sind. Auch ist es oftmals so, dass günstige Fahrzeuge prozentual gesehen deutlich weniger Wert verlieren als teure Modelle. Dafür gibt es verschiedene Gründe, die unter anderem in der Ausstattung sowie im Preisverständnis zu finden sind. Nicht wenige Leute scheuen sich davor, für gebrauchte Wagen Summen im fünfstelligen Bereich zu bezahlen. Da erscheint es deutlich attraktiver, ein ähnliches Fahrzeug einer günstigeren Marke für deutlich weniger zu erstehen.

Was sagt die Laufleistung?

  • Lässt Rückschlüsse über die Abnutzung von Technik und Innenraum zu.
  • Gibt in Verbindung mit dem Wartungsplan Hinweise auf bevorstehende Kosten.
  • Kann mit dem Scheckheft abgeglichen werden, um Missbrauch wie Tachomanipulation zu vermeiden.
  • Muss differenziert betrachtet werden: Autobahnkilometer und Stadtkilometer wirken sich unterschiedlich auf die Wertminderung aus.

Was sagt das Baujahr?

  • Informationen über die aktuelle Modellreihe.
  • Lässt Rückschlüsse auf den Stand der Technik zu.
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